Cardiosiographie; Revolution in der Herzvorsorge; künstliche Intelligenz

Cardisiographie

Statistisch gesehen arbeitet bei 33% der Männer und 20% der Frauen das Herz nicht so, wie es sollte


Die Cardisiographie ist eine neue Vorsorgeuntersuchung, die mithilfe künstlicher Intelligenz Herzerkrankungen erkennt und die Herzgesundheit überprüft.

Die Ergebnisse sind wissenschaftlich belegt und klinisch validiert. Man weiß schon lange von den Vorteilen. Doch erst jetzt steht auch genügend Rechenkapazität und künstliche, lernende Intelligenz zur Verfügung, um die Millionen von Datenpunkten bei jeder Messung hochkomplex aufzuarbeiten und zu analysieren.


Im Vergleich zu anderen Verfahren wie das normale EKG. aber auch das Belastungs-EKG, werden hierbei bereits Risiken erkannt, bevor Symptome auftreten. So kann oftmals ein schlimmerer Krankheitsverlauf verhindert und auch leichter behandelt werden.


 Die Treffsicherheit in der Aussage, ob eine Minderdurchblutung des Herzmuskels vorliegt, ist dabei über 90%.

Ebenso werden Auffälligkeiten in der Struktur des Herzmuskels oder Anfälligkeiten für Rhythmusstörungen entdeckt.


Die Messung erfolgt wie beim EKG über Elektroden, die am Körper angebracht werden und dauert etwa 5 Minuten.


Cardisiographie

kann Herzinfarkte frühzeitig erkennen und vermeiden


Gut verständliche, weitergehende Informationen finden sich unter cardis.io


Ebenfalls findet sich ein Patientenaufklärungsfilm hier



Für wen ist die Cardiosiographie als Früherkennungsuntersuchung besonders geeignet?


  • Vorhandensein von Risikofaktoren, die mit einem erhöhten Risiko für eine koronare Herzerkrankung (KHK) einhergehen
  • Rauchen
  • vermehrte Kochsalzzufuhr
  • Bluthochdruck
  • Fettstoffwechselstörung, erhöhte Cholesterinwerte, erhöhter LDL-Spiegel, erhöhter Lp(a)-Spiegel
  • Adipositas, insbesondere mit vermehrtem Bauchumfang
  • Insulinresistenz, Diabetes und metabolisches Syndrom
  • Hyperkoagulabilität (übermäßige Gerinnbarkeit des Bluts)


  • Herz-/Kreislauferkrankungen bei Familienmitgliedern
  • undefinierte Beschwerden, wie Atemnot, Müdigkeit oder Rückenschmerzen
  • geplante operative Eingriffe
  • Zustand nach Infektion mit COVID-19 und anhaltenden Beschwerden
  • mäßige bis intensive Belastungen im Sport



Vorteile für unsere Patienten


  • schnell, innerhalb von etwa 5 Minuten fertiger Befund
  • präzise (Sensitivität >90% für KHK; im Vergleich Belastungs-EKG 45-50%)
  • stress- und risikofrei
  • Diagnoseweg wird extrem verkürzt
  • unnötige Facharzt-Besuche werden vermieden
  • effektive Therapie kann ggf. frühzeitig eingeleitet werden






Kostenübernahme

Seit dem 1.10.2023 erstatten erste gesetzliche Krankenkassen in Baden-Württemberg die Cardisiographie in den hausärztlichen Versorgungsmodellen (HZV).


Krankenkassenfinder



Ansonsten kann die Cardisiographie nach GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) privat abgerechnet oder als IGel-Selbstzahlerleistung wahrgenommen werden.


Tipp: Die Kosten einer Cardisiographie werden auch von den meisten privaten Krankenkassen oder Zusatzkrankenversicherungen teilweise übernommen.

Manche Kassen gewähren zudem Zuschüsse für Vorsorgeuntersuchungen.

Falls Ihre Kasse ein solches Programm anbietet, aber hier nicht gelistet ist, lohnt sich eine Nachfrage, ob Ihr individueller Fall unterstützt wird.

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